Ich bin Jenny Feuerpeil und ich baue Gärten in Berlin. In den letzten Jahren habe ich, immer begierig, Neues zu lernen, viel Zeit im Ausland verbracht und folgende Stationen meiner Gartenausbildung durchlaufen:

 

Tokyo (2010-12)

Den bisher intensivsten Einfluß auf meine praktischen Fähigkeiten und mein ästhetisches Empfinden hatte meine Lehr-und Arbeitszeit in Japan. Mit dem Ziel, die Essenz japanischen Designs in mir aufzunehmen, ging ich 2010 für ein 11-monatiges Praktikum in einem Gartenpflegebetrieb nach Japan. Neben der harten täglichen Arbeit, bei der ich die Grundlagen der japanischen Arbeitsweise lernte, konnte ich an freien Tagen die berühmten Wandelgärten in Tokyo und Zen-Tempel in Kamakura und Yamanashi besuchen. In dieser Zeit habe ich auch Japanisch gelernt, was mir die Tür zu meiner nächsten Station - einem wahren Traumjob - geöffnet hat. 

 

2012 habe ich den Garten-Designer Keizo Hayano in Tokyo kennengelernt. Er war begeistert von meiner Leidenschaft für japanische Gärten und die traditionelle japanische Kultur. Gemeinsam haben wir die Webseite und eBook-Plattform Real Japanese Gardens aufgebaut, die ihren Lesern verlässlich recherchierte Informationen und Hintergründe zu über 90 japanischen Gärten bietet.

Zu Real Japanese Gardens (Englisch). 

 

 

Kyoto (2014)

Im Jahr 2014 bin ich für drei Monate in die Lehre eines traditionsreichen Gartenbaubetriebes in Kyoto gegangen und habe dort unendlich viel gelernt. Auf dem Programm stand die tägliche Pflege eines großen Zen-Tempels in Kyoto. An den Nachmittagen habe ich Bambus-Zäune repariert, hohe Bäume zurückgeschnitten und ausgedünnt, Bambus zur Weiterverarbeitung gefällt, Kies in japanischen Steingärten geharkt und Unkraut aus Moos gezupft. Es war eine anstrengende Zeit, die mich und meine Gartenarbeit stark geprägt hat. Zu meinem Blog '90 Days in Kyoto' (Englisch). 

 

 

 

California (2013-15)

Zwischen 2013 und 2015 habe ich in San Francisco an der Westküste der USA wieder eine neue Pflanzenwelt und ganz unterschiedliche klimatische Bedingungen kennengelernt. Aufgrund der anhaltenden Dürre in den letzten Jahren sind die kalifornischen Gartenplaner gezwungen, 'water-wise planting', also trockenheitsliebende Pflanzen einzusetzen. Sukkulenten, Gräser, Wüstenstauden bieten eine ganz besondere Ästhetik, die auch in Deutschland trendverdächtig ist. 

 

Als Gärtnerin habe ich im Galabau-Betrieb Sacred Space Gardens von Weltenbummler Christopher Hurley in den schönsten Gärten San Franciscos gearbeitet. In meiner Freizeit habe ich ehrenamtlich in den Offiziers- und Gefangenengärten der legendären Insel Alcatraz gegärtnert. Um meine japanischen Zaunbau-Fähigkeiten weiter zu trainieren, habe ich an einigen Wochenende im Hakone Japanese Garden zusammen mit Chef-Gärtner Jacob Kellner einen japanischen Bambuszaun gebaut.

 

 

England (2008-09)

Die Grundlagen des traditionellen europäischen Gartendesigns habe ich 2008-9 unter der Leitung von Rosemary Alexander in der English Gardening School im Chelsea Physic Garden in London gelernt. 

 

Deutschland

Während meines Studiums konnte ich einige Monate beim deutschen Gartenmagazin 'Die Gartenzeitung' (heute GartenFlora) hospitieren. Dort wurde 2009 auch meine Kolumne 'Die Gartenschule' veröffentlicht.